Weiterhin Unterstützung für die entlassene Gewerkschafterin Monica Okpe

13 February 2012: Monica Okpe, eine Vertreterin der Transportarbeitergewerkschaft von Oslo, wurde im Mai nahezu fristlos von DHL im norwegischen Ulven entlassen.

Als Grund wurde genannt, dass sie drei Mal unentschuldigt von der Arbeit ferngeblieben und einmal zu spät gekommen sei. Monica weist diese Anschuldigungen zurück, und ihre vielen Unterstützer weisen darauf hin, dass eine fristlose Kündigung in Norwegen nur möglich ist, wenn eine schwere Verfehlung vorliegt, wie etwa Diebstahl oder Sabotage, und nicht, weil man 50 Minuten zu spät gekommen ist.

Norwegische Gewerkschafter/innen gehen davon aus, dass ihre Entlassung mit ihrer erfolgreichen Gewerkschaftsarbeit zusammenhing, u.a. als Anführerin eines landesweiten Streiks, mit dem bedeutende Regeländerungen bezüglich des Einsatzes von Leiharbeitskräften, Vermittlungsagenturen und Kurzzeitverträgen durchgesetzt wurden.

Der norwegische Gewerkschaftsbund LO und die norwegische Transportarbeitergewerkschaft haben Monicas Entlassung sowohl vor dem Arbeits- als auch vor dem Zivilgericht angefochten.

Der Präsident der norwegischen Transportarbeitergewerkschaft, Roger Hansen, hat dazu erklärt: “Die Gründe, die DHL für Monicas Entlassung angegeben hat, reichen allein schon aus, um deutlich zu machen, dass es das Unternehmen darauf abgesehen hat, eine unserer profilierten Vertreterinnen loszuwerden. Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf eine aktive und gute Gewerkschafterin.”

Es wurde erhebliche Unterstützung für Monica mobilisiert: Im Juni fand eine Demonstration vor dem DHL-Gebäude in Ulven statt, und im Oktober wurden im Rahmen einer Straßentransport-Aktionswoche der ITF mehrere Proteste bei DHL-Niederlassungen weltweit organisiert.

Die Kampagnen der Transport- und Lebensmittelarbeitergewerkschaften führten dazu, dass Kraft Food, DHLs größter Kunde in Norwegen, die Beendigung seines Vertrages mit dem Unternehmen im nächsten Jahr bekannt gab. Die Gewerkschaften haben erklärt, dass lediglich ein Ergebnis akzeptabel sei: Monicas Wiedereinstellung und die Fortsetzung ihrer Arbeit als Gewerkschaftsvertreterin bei DHL.

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